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FC Wels vergeigt Derby

Zu viele Fehler führten zu einer herben Derbyniederlage im Baunti Cup




S P I E L B E R I C H T

Baunti Landescup 2017/181. Runde


FC Wels verteilte Geschenke im Derby

WSC-Hertha – FC WELS 4:1 (2:1)

Der FC Wels machte sich am Samstag im OÖ. Baunti Landescup gegen den Stadtrivalen das Leben selbst schwer. Trotz spielerisch guter Leistung verhielt man sich in der Defensive zu fahrlässig.

Das Derby konnte nicht grausamer beginnen als in der 3. Spielminute. Torwart Manuel Langeder verlor die Nerven und spielte Stürmer Robert Lenz den Ball genau vor die Füße, der Ex-FC-Spieler überhob den Goalie eiskalt zum 1:0 für die Heimelf. Der FC Wels wirkte daraufhin geschockt, spielte aber dennoch frischen Offensivfußball und versuchte den schnellen Ausgleich zu erzielen. Nach 20 Minuten wieder eine Unaufmerksamkeit in den Welser Abwehrreihen, Robert Lenz netzte aus spitzem Winkel und zum 2:0 für die Gastgeber. Der frühe 0:2 Rückstand machte sich in der Konzentration bemerkbar, Torwart Langeder kam aus dem Kasten und holte Oliver Affenzeller bei einem Konterversuch von den Beinen, Glück für den Neuzugang, dass Schiedsrichter Barucic nur Gelb zeigte. In Minute 33 kam der FC Wels zum verdienten Anschlusstreffer. Marco Radovanovic stellte per Flachschuss aus der Ferne auf 1:2. Trotz der fatalen Abwehrfehler spielten die Jungs von Davorin Kablar in der Offensive tollen Fußball. Lukas Kragl hätte zuvor bereits ein Tor nach schönem Zuspiel erzielen müssen. Halbzeitstand 2:1 für WSC-Hertha.

Nach Wiederanpfiff war der FC Wels weiter bemüht, den Ausgleich zu erzielen. Die Heimelf spielte abwartend, musste aufgrund des Zwischenstandes keine großartigen Aktionen in der Offensive setzen. Nach einer Ecke drückte in einem Tumult Oliver Affenzeller den Ball über die Linie (60.), das bedeutete das 3:1 für WSC-Hertha, die ein erneutes Geschenk der Welser Hintermannschaft dankend annahm. Danach war die Partie so gut wie gegessen. Kapitän Alex Bauer vergab eine Riesen-Kopfballchance, Enis Kolakovic wurde zu unrecht ein vermeindliches Abseitstor aberkannt und Semih Gölemez konnte gleich zweimal aus kurzer Distanz nicht treffen. So war es die Heimmannschaft, die nach einem Solo von Affenzeller noch zum 4:1 traf (74.). Für den FC Wels waren ab diesem Zeitpunkt alle Hoffnungen gestorben, das Derby ging mit 1:4 aus FC-Sicht verloren.

Der FC Wels war bei allen 4 Gegentreffern äußerst unkoordiniert. Die Qualität der Hertha-Offensive nutzte diese Patzer natürlich eiskalt aus. Ansonsten war von dem „Star-Ensemble“ des Stadtrivalen aber nicht viel zu sehen. Der FC Wels wirkte spritziger, spielerisch dynamischer und nahm die Zweikämpfe auch besser an. Eine Runde weiter darf aber WSC-Hertha. Für den FC Wels ist die Cup-Saison damit bereits nach der 1. Runde wieder beendet. Im September folgt die Revanche in der Meisterschaft.

Kurios: Wo waren die, nach Angaben des Gastgebers, 1500 (!) Zuschauer?!

FC WELS (Trainer Davorin Kablar): TM Manuel Langeder, 4 Saldin Pezic (61. 10 Bajram Gas), 5 Daniel Peterstorfer, 11 Alexander Krumphals (56. 9 Semih Gölemez), 14 Matthias Waltenberger, 15 Matej Vulic, 16 Marco Radovanovic (78. 8 Enis Kolakovic), 17 Lukas Kragl, 22 Mario Waltenberger, 25 Lukas Mayer, 77 Alexander Bauer (K).

Mauth-Stadion, 750, SR Almir Barucic.

Tore: R. Lenz (3., 20.), O. Affenzeller (60., 74.); Marco Radovanovic (33.).

Gelbe Karten FCW: Manuel Langeder (23./F), Lukas Mayer (41./F), Lukas Kragl (49./F), Daniel Peterstorfer (63./F), Bajram Gas (69./K).

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